Birdman – Schizophrener Kopf!

Poster Birdman
Poster Birdman

Birdman ist als Komödie angekündigt und sicherlich hat sich der Argentinische Regisseur Alejandro G. Iñárritus dabei auch eine fröhliche Komödie gedacht, doch ich sehe hinter Birdman eher den Blick in die verschobene Welt eines schizophrenen Menschen, der zwischen Realität und Traum nicht mehr unterscheiden kann.

Michael Keaton spiel Riggan Thomson, der durch die ambitionierte Inszenierung eines Theaterstücks am Broadway hofft, seine eigene Karriere wieder zu beleben. Früher als Kino-Superheld allerorts bekannt, möchte er beweisen, dass er kein abgehalfterter Hollywood-Star ist.

Doch während die Premiere des Stücks unaufhaltsam näher rückt, wird Riggans Hauptdarsteller durch einen verrückten Unfall bei den Proben verletzt und muss schnell ersetzt werden. Auf den Vorschlag von Hauptdarstellerin Lesley (Naomi Watts) und auf das Drängen seines besten Freundes und Produzenten Jake (Zach Galifianakis) hin engagiert Riggan widerwillig Mike Shiner (Edward Norton) – ein unberechenbarer Typ, aber eine Garantie für viele Ticketverkäufe und begeisterte Kritiken.  Bei der Vorbereitung auf sein Bühnendebüt muss er sich nicht nur mit seiner Freundin, Co-Star Laura (Andrea Riseborough), und seiner frisch aus der Entzugsklinik kommenden Tochter und Assistentin Sam (Emma Stone) auseinandersetzen, sondern auch mit seiner Ex-Gattin Sylvia (Amy Ryan), die gelegentlich vorbeischaut, um die Dinge in ihrem Sinn zu richten.

Die Hauptdarsteller sind exzellent besetzt und Birdman hat nicht umsonst mehrere Oscar-Nominierungen erhalten. Auch die Kameraführung ist einmalig und hat mich bereits nach wenigen Sekunden in die engen Flure des St. James Theater in New York gesogen. Wer das Theater und die Gegend kennt, kann förmlich die Luft dort riechen.

Ich fühlte mich bedrängt, bedrückt und fasziniert zugleich. Die seltsamen Konflikte, die sich im Kopf von Riggan Thomson abspielen, haben mich anfangs amüsiert, in der Mitte besorgt und am Ende war ich froh, endlich aus dem Kino raus zu sein und frische Luft zu schnappen. Depressive Menschen sollten den Film meiden, vor allem bei trübem regnerischen Wetter – der Sturz aus dem Fenster könnte dann als reizvoll angesehen werden.

Hier der Link zum Trailer

Ab 5. Februar 2015 im Kino

Wertung ***** von 5 Sternen

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