Die Analphabetin, die rechnen konnte … aberwitzig!

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Nachdem ich letztes Jahr von Jonas Jonasson das Buch: „Der Hunderjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ mit großem Enthusiasmus in wenigen Tagen gelesen habe, war ich sehr gespannt auf den Nachfolgeroman. Schon beim „Hundertjährigen“ hat Jonasson seinen Protagonisten mit vielen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik zusammenkommen lassen. Bei der aberwitzigen Geschichte der jungen Afrikanerin Nombeko, die zwar nicht lesen kann, aber ein Rechengenie ist, treffen erneut namhafte Persönlichkeiten mit der Hauptperson zusammen. Dabei hilft sie auch noch  fast zufällig bei der Konstruktion nuklearer Sprengköpfe mit und führt nebenbei Verhandlungen mit den Mächtigen der Welt. Sie kann sich nach Schweden absetzen, begegnet ihrer großen Liebe und bringt nicht nur ihr eigenes Leben, sondern gleich die gesamte Weltpolitik durcheinander.

Der Roman hat mich diesmal nicht so gepackt wie der „Hundertjährige“, aber Nombeko ist eine schlaue und gewiefte Persönlichkeit, die sich durch ihre Naivität, Sprach- und Rechenkenntnisse durchs Leben kämpft und dabei Dinge erlebt, die so skurril und absurd sind, dass ich beim Lesen immer wieder Schmunzeln musste. Allerdings sind mir einige Passagen, vor allem der Teil, wo sie in die Konstruktion nuklearer Sprengköpfe involviert ist, zu langatmig gewesen. Ich denke, Jonasson hätte sich hier kürzer fassen können.
Aber alles in allem ist es ein sehr amüsantes und lesenswertes Buch!
Gebundenes Buch, 448 Seiten
ISBN: 978-3-570-58512-2
€ 19,99
Verlag: carl’s books
*** von 5